Hat Banksy vor 20 Jahren seine wahre Identität verraten?

Der weltweit bekannteste Street-Art-Künstler Banksy hat wohl vor 20 Jahren Hinweise auf seinen bürgerlichen Namen gegeben. In einem BBC-Interview von 2003, das nun wiederaufgetaucht ist, fragte der damalige BBC-Kulturkorrespondent Nigel Wrench den aus dem westenglischen Bristol stammenden Banksy, ob er auch seinen echten Namen nutzen dürfe. Der bejaht und wird gefragt, ob dieser Robert Banks sei, was er zumindest zur Hälfte mit seiner Antwort „Es ist Robbie“ zu bejahen scheint. „Robin Banks“ wäre der Name, den der Bristoler Künstler Robin Gunningham nutzte. Mit „Robbie“ noch nicht ausgeschlossen ist auch Robert Del Naja, Künstler und Mitglied der Band Massive Attack, die ebenfalls aus Bristol stammt. Del Naja gilt seit Jahren als möglicher Banksy.

Banksys Kunst gleicht einem Mikrowellengericht

Deutlich bedeutsamer scheint an dem Interview allerdings Banksys Definition seiner Kunst. In dem Gespräch verglich er seinen Ansatz mit Kochen. Seine Mutter habe jeden Sonntag einen Braten zubereitet, den typischen Sunday Roast. Dessen Vorbereitung habe lange Zeit in Anspruch genommen, der fertige Braten selbst sei aber schnell verzehrt gewesen. Mittlerweile esse seine Mutter überwiegend Mikrowellengerichte und sei glücklicher.

„Ich habe diesen Ansatz in gewisser Weise auf die Kunst übertragen. Ich möchte es erledigt haben“, was meint, dass er seine im Atelier vorproduzierten Werke in kürzester Zeit auf Fassaden anbringen oder wie zuletzt in der Ukraine vorgefundene Objekte wie Panzersperren nutzen kann, die er mit seinen Anteilen zu einer surrealen Kinderwippe ergänzte.

Bereits in dem Interview aus dem Jahr 2003 wies Banksy zudem seither immer wieder vorgebrachte Vandalismusvorwürfe gegenüber der Fassaden bespielenden Street-Art zurück. „Ich bin nicht hier, um mich dafür zu entschuldigen. Es ist eine schnellere Möglichkeit, seinen Standpunkt darzulegen, oder?“ Der Künstler betonte: „Geht raus! Zerstört Dinge! Habt Spaß!“ Andere Menschen könnten die Arbeit ja wieder übermalen, sagte er dem Kulturkorrespondenten Wrench. Das ist seit 2003 mehrfach geschehen, vor allem aber wurden Werke Banksys aufgrund ihrer enormen Wertsteigerung auf dem Kunstmarkt teilweise aus Hausfassaden illegal ausgesägt, um sie veräußern zu können, was klaffende Löcher in noch bewohnten Gebäuden hinterließ.

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